Straßburg im Elsass belohnt alle, die sich Zeit lassen. Ein romanisch-gotisches Münster überragt die Fachwerkhäuser, Teile der alten Befestigungen stehen noch an der Ill, nach 1871 wurde im Nordosten ein ganzes neues Viertel geplant, und die Stadt beherbergt sowohl den Europarat als auch das Europäische Parlament. Diese Seite geht diese Orte der Reihe nach durch und endet mit den Touren, die hier beginnen oder hier Station machen.
Unter dem Namen Straßburg, Grande Île und Neustadt steht die Stadt unter den französischen Stätten auf der Welterbeliste, die die historische Insel und das jüngere Viertel der Neustadt zusammenfasst. Ihr Wahrzeichen ist das Münster, das zu den bedeutendsten Bauten der romanischen und gotischen Kunst zählt. Gebaut wurde vor allem zwischen dem 11. und dem 14. Jahrhundert, und die Glasfenster, ein besonderer Schatz des Baus, reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Das Münster wurde mit der Liste von 1862 unter Denkmalschutz gestellt. Es erlitt Kriegsschäden und wird bis heute regelmäßig restauriert.
Die Maison Kammerzell entstand in zwei großen Bauphasen, 1467 und 1589. Direkt am Münsterplatz reicht eine Gruppe von Fachwerkhäusern bis 1467-1469 zurück, und die Apotheke im Eckladen setzt eine Nutzung der Räume fort, die 1268 begann. Das Palais des Rohan, in Bauabschnitten von 1731 und 1742 unter der Leitung von Robert de Cotte errichtet, beherbergt heute das Archäologische Museum sowie das Museum der Schönen Künste und das Kunstgewerbemuseum.
Zwei Stücke der alten Befestigung liegen direkt nebeneinander. Bei den Ponts Couverts sind vier Türme mit ihren Geschützstellungen aus Bauphasen des 13., 14. und 16. Jahrhunderts erhalten, die seit 1928 unter Denkmalschutz stehen. Eine Festungsmauer verbindet sie mit der Barrage Vauban, einer großen Festungsschleuse aus dem 17. Jahrhundert, deren befestigte Wehrtore den Wasserstand von Ill und Bruche regeln sollten.
Nach 1871 erhielt Straßburg einen ehrgeizigen Stadtentwicklungsplan: ein weitläufiges Verwaltungs- und Wohnviertel nordöstlich der Altstadt. Sein Prunkstück ist der ehemalige Kaiserpalast, der 1920 den Namen Palais du Rhin erhielt. Entworfen hat ihn Hermann Eggert, gebaut wurde er von 1884 bis 1888 im eklektischen Stil, der damals in der offiziellen Architektur Deutschlands und Österreich-Ungarns geschätzt wurde; nach den Bombenangriffen von 1944 baute man ihn originalgetreu wieder auf. Das Palais Universitaire entstand als Kaiser-Wilhelms-Universität, und zu seiner Geschichte gehört auch die Gründung des Europarats im Jahr 1949.
Den Park der Orangerie legte Baron Jean-Frédéric de Turckheim 1830-1835 an, Georges-Frédéric Schutzenberger führte ihn weiter, und 1895 wurde er umgestaltet. Dort entstanden 1976 die Gebäude des Europarats nach Plänen von Henry Bernard. Straßburg ist außerdem der offizielle Sitz des Europäischen Parlaments, des größten länderübergreifenden Parlaments der Welt und des einzigen direkt gewählten Organs der EU; seine Abgeordneten kommen zwölf Mal im Jahr zu den Plenartagungen in die Stadt.
Das Parlament empfängt Besucher das ganze Jahr über an sechs Tagen pro Woche, und der Eintritt kostet nichts; mitzubringen ist ein gültiges Ausweisdokument im Original, also Personalausweis oder Reisepass. Drinnen sieht man den Plenarsaal, das Parlamentarium Simone Veil und einige Ausstellungen, mit einem Multimedia-Guide in allen 24 Amtssprachen der EU. Das Parlamentarium ehrt Simone Veil, die erste Präsidentin nach Beginn der Europawahlen und die erste Frau in diesem Amt, das sie von 1979 bis 1982 innehatte.
In der Stadt selbst gibt es eine Privattour durch Straßburg mit Abholung und Rücktransfer und zwei Möglichkeiten, sie im eigenen Tempo zu entdecken: einen selbstgeführten Audio-Rundgang zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und eine selbstgeführte Schnitzeljagd durch die Gassen. Ab Zürich führt eine private Ganztagestour nach Straßburg und Colmar. Straßburg ist auch ein guter Ausgangspunkt für weitere Ziele, etwa für einen Tagesausflug in den Schwarzwald und nach Baden-Baden oder eine private Fahrt nach Frankfurt mit professionellem Fahrer.
Alle Touren, die hier vorbeikommen, finden Sie auch auf der Seite dieses Reiseziels.
Ja. Die eingetragene Stätte heißt Straßburg, Grande Île und Neustadt.
Nein, die Besuche sind kostenlos, für den Einlass braucht man aber einen gültigen Personalausweis oder Reisepass.
Größtenteils vom 11. bis zum 14. Jahrhundert.
Der ehemalige Kaiserpalast der Neustadt, erbaut 1884 bis 1888 und 1920 umbenannt.
Zwölf Mal im Jahr, wenn die Abgeordneten zu ihren Plenartagungen zusammenkommen.
Quellen: Ministère de la Culture (culture.gouv.fr) (CC BY-SA 3.0 FR); Ministère de la Culture, Plateforme ouverte du patrimoine (POP) (Licence Ouverte Etalab 2.0); European Parliament (europarl.europa.eu), © European Union (reuse authorised, source acknowledged).