Montmartre ist der Hügel im Norden von Paris, den die meisten Reisenden an einer weißen Silhouette erkennen: Sacré-Cœur. Diese Seite folgt dem üblichen Ablauf eines Besuchs, dem Aufstieg, der Basilika mit ihrer Kuppel, dem alten Dorf rund um die Place du Tertre und dem Weg über Abbesses hinunter zum Moulin Rouge, und stellt danach die Touren vor, die den Hügel einschließen.

Seinen Ruhm verdankt Montmartre der Basilika und dem Blick über die Stadt. Am bequemsten geht es mit der Standseilbahn hinauf, die so viel kostet wie ein Metroticket; wer lieber läuft, steigt 222 Stufen durch den Square Louise Michel.
Die 1919 geweihte Basilika krönt den Hügel auf 130 Metern Höhe. Der romanisch-byzantinische Stil und der weiße Stein machen sie schon von weitem erkennbar, und innen trägt das Gewölbe das größte Mosaik Frankreichs mit 480 m², auf dem Christus die Besucher über dem Chor mit offenen Armen empfängt. Vor allem ist sie ein Ort des Gebets: Hier wird seit fast 140 Jahren Tag und Nacht ohne Unterbrechung gebetet.
Die Basilika ist an jedem Tag des Jahres von 6:30 bis 22:30 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Zwischen 10:30 und 17:00 Uhr kann man vor dem Einlass 10 bis 15 Minuten warten. Da hier Gottesdienste gefeiert werden, bittet man die Besucher um angemessene Kleidung, Ruhe und Rücksicht auf den Gebetsbereich im vorderen Teil des Kirchenschiffs.
Für die Aussicht führt der Kuppelaufstieg über 280 Stufen einer engen Treppe, ohne Aufzug, zu einem Rundblick von 360 Grad über Paris. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Platzangst ist er nicht geeignet. Tickets für die Kuppel gibt es vor Ort an der Basilika, eine Reservierung ist nicht nötig.

Von der Basilika führt der klassische Rundgang zur Place du Tertre mit ihren Karikaturisten, zum Espace Dalí, zu den Weinbergen von Montmartre, zum Kabarett Lapin Agile und zum Musée de Montmartre. Das Museum liegt in einigen der ältesten Gebäude des Hügels und erzählt die Kunstgeschichte des Viertels von Auguste Renoir bis Suzanne Valadon. Valadon, Maurice Utrillo und André Utter zogen 1912 dort ein, ihre Atelierwohnung wurde rekonstruiert; die Gärten blicken auf Sacré-Cœur und die Weinberge.
Die Rue Lepic schlängelt sich hinab zum Moulin de la Galette, und etwas weiter liegen die Place des Abbesses und die Mauer der Liebe, die Mur des je t'aime. Die Geschäfte der Rue des Abbesses, der Rue Tardieu und der Rue Lepic säumen den Weg, der Friedhof von Montmartre liegt in der Nähe, und am Fuß des Hügels endet der Spaziergang am Moulin Rouge.
Die meisten Touren verbinden den Hügel mit einem anderen Teil von Paris. Eine private Halbtagestour nimmt den Eiffelturm dazu, ein privater Rundgang verbindet Montmartre mit einer Seine-Fahrt und ein weiterer endet mit einem Mittagessen auf dem Fluss. Für Genießer verbindet eine Privattour Montmartre, das Quartier Latin und ein französisches Mittagessen, und am Abend endet eine Privattour durch Montmartre und das Marais mit einer Dinnerfahrt.
Für einen ganzen Tag gibt es eine Ganztagestour durch Montmartre, das Marais und an die Seine oder eine Panoramatour vorbei am Moulin Rouge. Außerhalb der Stadt verbindet eine Privattour Giverny und Montmartre, eine andere den Hügel mit La Vallée Village.
Alle Touren, die hier vorbeikommen, finden Sie auch auf der Seite dieses Reiseziels.
Ja, der Eintritt in die Basilika ist frei; nur der Aufstieg zur Kuppel kostet etwas.
Nein, das Ticket kauft man direkt vor Ort.
Es sind 280, auf einer engen Treppe ohne Aufzug.
Ja, mit der Standseilbahn zum Preis einer Metrofahrt.
Im Jahr 1919.