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Im Mai 1940 zerstörten ein Bombenangriff und der anschließende Brand einen großen Teil der Rotterdamer Innenstadt. Manche Wahrzeichen der Stadt sind älter, andere wurden später restauriert oder neu gebaut, und diese Seite führt zu ihnen: zur Laurenskerk, zum Rathaus und seinen Nachbarn am Coolsingel, zum Witte Huis am Oude Haven, zu den alten Büros der Holland-Amerika Lijn jenseits der Maas und zum Euromast. Am Ende folgen Stadtrundgänge und Rätseltouren, die an ihnen vorbeiführen.
Die Grote of St. Laurenskerk ist eine spätgotische Kirche auf kreuzförmigem Grundriss, mit Chorumgang und Kapellen. Ihr Gewölbe ist aus Holz, die Kapellen dagegen tragen steinerne Kreuzrippengewölbe. Der Westturm ist in die Kirche eingebaut: Er wurde 1448 begonnen, um 1525 vollendet und zwischen 1547 und 1555 erhöht. Im Mai 1940 brannten Kirche und Turm vollständig aus, die Restaurierung dauerte von 1951 bis 1968.
Zum Glockenspiel gehören 28 Glocken, die François Hemony 1660 gegossen hat, und 21 moderne Glocken; zwei der vier Läuteglocken stammen von 1447 und sind ein Werk von W. Hoerken. Im südlichen Querhaus steht ein Orgelgehäuse der Renaissance von etwa 1540 aus der reformierten Kirche von Schoonhoven, darin ein Instrument mit drei Manualen, das die dänische Firma Marcussen 1959 gebaut hat. Außerdem bewahrt die Kirche die Grabmäler von drei Admiralen: Kortenaer, Van Brakel und Witte de With.
Auf dem Platz neben der Kirche steht ein Bronzestandbild des Erasmus, das Hendrick de Keyser 1622 geschaffen hat. Nicht weit davon entstand zwischen 1662 und 1665 das Schielandshuis von Pieter Post und Jacob Lois, das nach einem Brand 1864 wiederhergestellt wurde.
Das Rathaus von Rotterdam entstand zwischen 1914 und 1920 nach Plänen von H. Evers, der 1913 einen beschränkten Wettbewerb gewonnen hatte. Sein Stil ist Neorenaissance mit neoromanischen und neobyzantinischen Einflüssen. Der Bau gehörte zu einem Plan, der das Viertel um die Zandstraat abriss und den Coolvest zuschüttete, um der wachsenden Handelsstadt ein neues, repräsentatives Zentrum zu geben.
Vier Flügel umschließen ein Rechteck von 86 mal 106 Metern. In der Mitte liegt eine Halle auf dem Grundriss eines griechischen Kreuzes unter einer Kuppel, und diese Kuppel trägt den 71,5 Meter hohen Turm, der in einer achteckigen Laterne und einer Kupferhaube mit Zifferblättern und einer goldenen Friedensfigur endet.
Weiter am Coolsingel entstand zwischen 1915 und 1922 das Hauptpostamt nach einem Entwurf von G.C. Bremer, historisierend und mit Art-déco-Details, dazu Reliefs des Bildhauers Van Lunteren. Daneben entwarf J.F. Staal die Beurs, die Kaufmannsbörse, die zwischen 1936 und 1940 im Stil des Nieuwe Bouwen gebaut wurde und eine ältere Börse von 1736 ersetzte. 1986 und 1987 wurde durch ihre Halle hindurch und auf ihrem Dach ein ovaler Turm aus meergrünem Glas errichtet, das World Trade Centre.
An der Ecke zum Wijnhaven, am Oude Haven, wurde das Witte Huis 1897 und 1898 nach einem Entwurf von W. Molenbroek gebaut, in einem eklektischen Stil nach amerikanischen Vorbildern. Es hat zehn Geschosse auf fast quadratischem Grundriss, und die oberen Geschosse sind mit weiß glasierten Ziegeln verkleidet, denen das Gebäude seinen Namen verdankt. Bei seiner Fertigstellung war kein Hochhaus in Europa höher und kaum eines älter. Am ersten Obergeschoss stehen Figuren nach Entwürfen von Simon Miedema; nach dem Bombenangriff von 1940 wurde die Figur der Seefahrt versetzt, um die zerstörte Figur der Arbeit zu ersetzen.
Weiter westlich, am Nordende des Leuvehaven, steht De Verwoeste Stad (Die zerstörte Stadt), ein Denkmal von Ossip Zadkine, das am 13. Mai 1953 enthüllt wurde. Die etwa 6 Meter hohe Bronzefigur reckt die Arme zum Himmel und hat eine große Öffnung im Leib. Sie erinnert an den deutschen Bombenangriff vom 14. Mai 1940 und an das Feuer, das den größten Teil der Innenstadt zerstörte.
Auf der anderen Seite der Maas, an der Spitze des Wilhelminapier, ließ die Reederei Holland-Amerika Lijn 1901 ihr Bürogebäude nach einem Entwurf von J. Muller und C.M. Droogleever Fortuyn errichten. Es wurde 1908, 1916 und 1920 erweitert, und der Umbau von 1916 brachte einen achteckigen Turm mit vierseitiger Kupferkuppel. Von diesem Pier, der letzten Station auf dem europäischen Festland, brachen viele Menschen nach Amerika auf, und 1993 wurde das Innere der alten Büros für das Hotel New York umgebaut.
Weiter auf dem Pier entstand 1949 die frühere Ankunfts- und Abfahrtshalle der Reederei, entworfen von J.A. Brinkman, J.H. van den Broek und J.B. Bakema. Sie ist 135 Meter lang, und ihre sechs zylindrischen Betonschalendächer waren die ersten dieser Art in den Niederlanden. Westlich der Innenstadt, am Parkhaven, wurde der Aussichtsturm Euromast zwischen 1958 und 1960 nach einem Entwurf von H.A. Maaskant zusammen mit dem städtischen Bauamt für die Gartenbauausstellung Floriade von 1960 gebaut; 1969 und 1970 wurde er erhöht.
Ein Rundgang auf eigene Faust mit Audioguide führt zur Laurenskerk, zu den Kubushäusern, zum Witte Huis, zum Oude Haven und zum Schielandshuis, während ein geführter Rundgang in der Kleingruppe der neueren Architektur der Stadt gilt, von den Kubushäusern und der Markthal bis zur Erasmusbrücke, und in der Nähe des Rathauses und der Laurenskerk endet.
Zwei Spiele laufen auf dem Smartphone, ohne Guide: eine Spionagegeschichte, die an der Markthal und am Witte Huis vorbei zum Oude Haven und zur Erasmusbrücke führt, und ein Outdoor-Escape-Spiel, das über den Fluss zum Kop van Zuid und zum Wilhelminapier geht, mit der früheren Abfahrtshalle und dem Hotel New York. Von Amsterdam aus führt ein privater Tagesausflug nach Rotterdam, zur Erasmusbrücke, zur Markthal, zu den Kubushäusern und zum Euromast, bevor es weiter nach Delft und Den Haag geht.
Alle Ausflüge, die die Stadt einschließen, finden Sie auch auf der Seite von Rotterdam.
Die Arbeiten begannen 1448 und endeten um 1525; zwischen 1547 und 1555 wurde der Turm höher.
H. Evers; den Ausschlag gab ein beschränkter Wettbewerb im Jahr 1913. Fertig war der Bau 1920.
Wegen der weiß glasierten Ziegel an den oberen Geschossen. Das Gebäude stammt aus den Jahren 1897 und 1898.
Das Bürogebäude der Holland-Amerika Lijn, 1901 auf dem Wilhelminapier gebaut. Das Innere wurde 1993 für das Hotel umgebaut.
Quellen: Rijksdienst voor het Cultureel Erfgoed, Rijksmonumentenregister, CC BY 4.0, Text übersetzt und zusammengefasst: 30264, 33362, 37377, 11999, 61488, 27448, 49286, 56779, 14384, 23281, 22289, 49670.