Der Ätna erhebt sich über der Ostküste Siziliens. Er ist der höchste Berg der Insel, und keine andere Mittelmeerinsel hat einen höheren. Zugleich gehört er zu den unruhigsten Vulkanen der Erde, und Reisende steigen von Catania, Taormina und anderen Orten Siziliens aus an seinen Hängen hinauf, um zwischen alten Kratern und Feldern aus schwarzer Lava zu wandern. Diese Seite erklärt, was den Ätna in Bewegung hält, was man am Berg sieht, warum er zum Welterbe gehört und wie Sie hinaufkommen.
Der Ätna ist ein Schichtvulkan, und seine Gipfelkrater sind fast ununterbrochen aktiv. Von Zeit zu Zeit tritt Lava auch weiter unten aus, aus Kratern und Spalten, die sich an den Flanken des Berges öffnen. Seine Ausbruchsgeschichte reicht 500.000 Jahre zurück, und seit mindestens 2.700 Jahren halten Menschen schriftlich fest, was er tut: eine der längsten schriftlichen Aufzeichnungen über einen Vulkan weltweit.
Wer auf dem Ätna wandert, durchquert eine Landschaft aus Ausbrüchen: die Gipfelkrater, über die Hänge verstreute Schlackenkegel, Zungen aus erstarrter Lava, Lavahöhlen und die weite Senke der Valle del Bove. Weil so viele dieser Formen erreichbar sind und sich direkt vergleichen lassen, zieht der Berg seit Langem Forschende und Schulklassen an, nicht nur Wanderer.
Der Vulkan wurde 2013 nach Kriterium (viii) in die Welterbeliste aufgenommen, als herausragendes Beispiel für geologische Vorgänge, die noch andauern, und für die Landformen, die Vulkane schaffen. Das Schutzgebiet umfasst 19.237 Hektar unbewohntes Land im höchsten Teil des Berges, umgeben von weiteren 26.220 Hektar Pufferzone. Am Ätna leben außerdem Pflanzen und Tiere, die es nirgendwo sonst gibt, und seine ständige Aktivität macht ihn zu einem Freiluftlabor für Ökologen und Biologen. Kaum ein Vulkan wird so genau überwacht und erforscht, und was man hier lernt, prägt bis heute die Vulkanologie, die Geophysik und die übrigen Geowissenschaften.
Die meisten Besuche starten an der Küste unterhalb des Vulkans. Ab Catania gibt es einen halben Tag mit einem Vulkanologen bis in den Gipfelbereich, mit einer Lavahöhle auf dem Rückweg; eine leichte Wanderung am Vormittag zwischen Seitenkratern und Lavafeldern; oder eine Wanderung zu den Silvestri-Kratern mit anschließender Weinprobe. Ab Taormina führt ein ganzer Tag im 4x4-Geländewagen über die Nordhänge, mit einer Lavahöhle und Mittagessen auf dem Land. Wer weiter entfernt wohnt, verbindet den Vulkan mit Taormina bei einem privaten Tag ab Cefalù oder einem privaten Ausflug ab dem Hafen von Messina. Wetter und Ausbrüche bestimmen, wie hoch eine Gruppe an einem Tag hinaufkommt.
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Ja. Seine Gipfelkrater brechen fast ständig aus, und Lavaströme an den Flanken sind recht häufig.
Er ist der höchste Siziliens und aller Inseln im Mittelmeer.
Eine große Senke am Vulkan und eine der prägenden Formen des Ätna, neben den Kratern, den Schlackenkegeln und den Lavahöhlen.
Seit 2013, wegen seiner andauernden geologischen Vorgänge und seiner vulkanischen Landformen.
Quellen: Ministero della Cultura (cultura.gov.it) (CC BY 3.0): monte-etna.