Grachtengürtel und Altstadt von Amsterdam

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Der Grachtengürtel von Amsterdam legt sich um den ältesten Teil der Stadt, in dem der Dam, die Oude Kerk und die Nieuwe Kerk liegen. Diese Seite folgt der Prinsengracht bis zur Westerkerk, hält an zwei Häusern aus dem 17. Jahrhundert, überquert den Dam zum Königlichen Palast und zur Nieuwe Kerk, besucht die Oude Kerk und danach eine Kirche, die auf einem Dachboden versteckt ist, und endet bei den Türmen der Altstadt. Zum Schluss folgen Stadtrundgänge und Rätseltouren durch diese Straßen.

Eine Backsteinbrücke und Grachtenhäuser an der Keizersgracht in Amsterdam
Eine Backsteinbrücke und Grachtenhäuser an der Keizersgracht in Amsterdam

Die Westerkerk an der Prinsengracht

Die Westerkerk entstand zwischen 1620 und 1631 nach einem Entwurf von Hendrick de Keyser. Innen ist sie eine dreischiffige Basilika auf rechteckigem Grundriss mit zwei Querschiffen. Ihr Turm, der Westertoren, wurde 1620 nach dem Entwurf von De Keyser begonnen, aber 1638 in veränderter Form vollendet: Er ist sehr hoch, besteht aus quadratischen Geschossen, die nach oben immer niedriger und schmaler werden, und trägt als Abschluss eine Kaiserkrone.

Im Turm hängt ein Glockenspiel, zu dem noch 14 Glocken gehören, die François Hemony 1658 gegossen hat. In der Kirche steht eine Orgel, die R.B. und J. Duyschot 1686 bauten und C. Vater 1727 erweiterte. Weiter an der Prinsengracht stammt das Haus, das unter dem Namen der Anne Frank Stichting eingetragen ist, aus dem Jahr 1635; das Hinterhaus kam um 1740 hinzu, und die Fassade erhielt um 1840 ein gerades Gesims.

Ein Doppelhaus und das Trippenhuis

An der Keizersgracht steht ein Doppelhaus, das 1622 fertig wurde, im Stil von Hendrick de Keyser und vielleicht nach seinem Entwurf. Die Fassade läuft in einem reichen Mittelgiebel aus, und an den Pfeilern zwischen den Fenstern lehnen gemeißelte Büsten. An der Kloveniersburgwal in der Altstadt baute Justus Vingboons zwischen 1660 und 1662 das Trippenhuis. Seine reich verzierte Sandsteinfassade ist sieben Fenster breit und trägt einen Dreiecksgiebel, und auf dem Dach stehen zwei skulptierte Schornsteine.

Der Dam und sein Palast

Der Königliche Palast am Dam wurde als Rathaus gebaut. Die Arbeiten begannen 1648 nach einem Entwurf von Jacob van Campen, und zu seinem Glockenspiel gehören noch 9 Glocken, die François und Pieter Hemony 1664 gegossen haben. Sechs gusseiserne Laternen stehen um das Gebäude, vier auf der Seite des Dam und zwei an der Rückseite. Sie wurden 1844 nach einem Entwurf von M.G. Tetar van Elven aufgestellt, und jede trägt oben eine Königskrone.

Neben dem Palast ist die Nieuwe Kerk eine gotische Kreuzbasilika aus dem 15. und 16. Jahrhundert mit einem Kranz von Kapellen um den Chor. Von ihrem Westturm, der Mitte des 17. Jahrhunderts begonnen und nie vollendet wurde, ist noch ein Stück erhalten. Die Hauptorgel baute H.W. Schonat aus Kitzingen 1652; J. van Hagerbeer erweiterte sie 1668, und zwischen 1975 und 1981 wurde sie restauriert. Am südlichen Querschiff gibt es zwei Sonnenuhren, darunter eine große runde Marmorplatte im Giebel.

Die Oude Kerk und eine Kirche auf dem Dachboden

Die Oude Kerk ist eine gotische Kirche aus dem 14. bis 16. Jahrhundert. In dieser Zeit wurde sie von einer Pseudobasilika über eine Hallenkirche zur Basilika umgebaut, und ihre hohen Seitenkapellen tragen jeweils einen eigenen Giebel. Der Turm geht auf das 14. Jahrhundert zurück und wurde im 16. Jahrhundert erhöht; J. Bilhamer gab ihm 1565 seine Spitze, und unter den Glocken seines Glockenspiels sind 14, die François Hemony 1656 schuf.

An der Oudezijds Voorburgwal verbirgt ein Eckhaus unter seinem Dach eine katholische Kirche: Ons' Lieve Heer op Solder. Das Haus wurde zwischen 1661 und 1663 gebaut und im zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts umgestaltet. In der versteckten Kirche steht eine einmanualige Orgel, die H. Meijer 1794 gebaut hat.

Der Turm der Zuiderkerk, von einer Straße in Amsterdam aus gesehen
Der Turm der Zuiderkerk, von einer Straße in Amsterdam aus gesehen

Die Türme der alten Stadtmauer und der Stadt

Der Schreierstoren ist ein Turm der Stadtmauer von 1481. Zur Feldseite hin ist er halbrund, zur Stadtseite flach; er wurde oft umgebaut, und Bekrönung und Spitze kamen später dazu. Weiter südlich ist der Munttoren der Rest der Regulierspoort, eines Stadttors aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Hendrick de Keyser baute ihn 1620 um und erhöhte ihn, und in seiner offenen hölzernen Laterne hängt ein Glockenspiel mit 13 Glocken von François und Pieter Hemony.

De Keyser baute auch die Zuiderkerk, zwischen 1603 und 1611. Ihr Turm steht seitlich versetzt an der Kirche, mit einem Achteck aus Sandstein, das frei stehende Ecksäulen umgeben, und einer hölzernen Bekrönung mit Laterne, die 1614 fertig wurde. Ganz in der Nähe ist die Mozes- en Aäronkerk eine klassizistische Kirche, die Tieleman Franciscus Suys zwischen 1837 und 1841 baute. Ihre Sandsteinfassade hat zwei Holztürme und einen ionischen Portikus mit Statuen darauf, und ihre Altäre von etwa 1700 stammen aus der versteckten Kirche, die vor ihr bestand.

Stadtrundgänge und Rätseltouren in Amsterdam

Fünf der Angebote sind Privattouren mit Guide. Eine davon, mit Abholung vom Hotel, führt zum Begijnhof, auf den Dam mit dem Königlichen Palast und der Nieuwe Kerk und in den Jordaan. Ein Rundgang durch den Jordaan hält an der Noorderkerk und an der Westerkerk, und eine weitere Privattour folgt dem Grachtengürtel bis ins alte Hafenviertel, bevor sie den Palast am Dam erreicht. Um die ältesten Straßen rund um den Nieuwmarkt und die Waag geht es bei einem privaten Rundgang durch die Altstadt, während ein Rundgang zu den holländischen Malern dieselben Straßen mit den Werken von Rembrandt, Frans Hals und Jan Steen zeigt.

Zwei Rundgänge finden in kleiner Gruppe statt: eine Route ohne festen Ablauf entlang des Grachtengürtels und durch das alte Viertel am Wasser, und eine Führung über Amsterdam im Zweiten Weltkrieg, mit Eintritt in die Museen des alten jüdischen Viertels. Dazu kommen drei Rätseltouren, die man ohne Guide mit dem Smartphone macht: ein Krimispiel durch den Jordaan und entlang der Prinsengracht, eine Schatzsuche vorbei am Schreierstoren, am Montelbaanstoren und an der Kirche auf dem Dachboden, und ein romantisches Rätselspiel, das am Rembrandthaus vorbei und über die Amstel führt.

Alle Angebote, die die Stadt einschließen, stehen auch auf der Seite von Amsterdam.

Häufige Fragen

Wer hat die Westerkerk entworfen?

Hendrick de Keyser. Die Kirche wurde von 1620 bis 1631 gebaut, ihr Turm 1638 vollendet.

War der Palast am Dam schon immer eine königliche Residenz?

Nein. Er entstand als Rathaus; der Bau begann 1648 nach Plänen von Jacob van Campen.

Wie alt ist die Oude Kerk?

Ihr Bau reicht vom 14. bis ins 16. Jahrhundert, und die Turmspitze stammt von 1565.

Was ist Ons' Lieve Heer op Solder?

Eine katholische Kirche, die in einem Eckhaus an der Oudezijds Voorburgwal eingerichtet wurde, aus den Jahren 1661 bis 1663.

Quellen: Rijksdienst voor het Cultureel Erfgoed, Rijksmonumentenregister, CC BY 4.0, Text übersetzt und zusammengefasst: 20360, 40950, 47910, 31230, 29803, 37841, 20365, 36898, 55284, 31678, 40290, 31178, 25682, 27331.