Heraklion auf Kreta: Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten
Kretas Hauptstadt Heraklion liegt im mittleren Abschnitt der Nordküste der Insel. Zu ihrer Geschichte gehören Befestigungen, die auf die erste byzantinische Periode (330 bis 828 n. Chr.) zurückgehen. Der Bau der erhaltenen mittelalterlichen Verteidigungsanlagen dauerte ab 1462 mehr als ein Jahrhundert.
Was man in Heraklion unternehmen kann
Die venezianischen Stadtmauern von Heraklion haben sieben Bastionen mit den Namen Sabbionara, Vitturi, Jesus, Martinengo, Bethlehem, Pantocrator und St. Andreas. Zur venezianischen Befestigung gehörten vier Tore: Molos, St. Georg, auch Lazaretto genannt, Jesus und Pantocrator. Chanioporta trägt den Markuslöwen und stammt aus dem Jahr 1570, während das Jesustor, auch Porta Nuova (Kainouria Porta) genannt, 1587 fertiggestellt wurde.
An der Festung Koules schmücken Marmorskulpturen des geflügelten venezianischen Löwen die Außenseiten im Nordosten, Westen und Süden. Die Außenmauern sind bis zu 8,7 Meter dick, und einige Abschnitte der Innenmauern erreichen eine Stärke von 3 Metern. Ein Erdbeben beschädigte 1303 die frühere Hafenfestung schwer. Sturmschäden ließen 1719 einen Teil der Nordwestseite von Koules einstürzen, worauf umgehend Reparaturen folgten.
Die sarazenische Besetzung Kretas begann 828 n. Chr. und endete 961 n. Chr., als das Byzantinische Reich die Besatzer vertrieb. Nach der Einnahme Konstantinopels durch den Vierten Kreuzzug 1204 und einem Konflikt mit den Genuesen sicherte sich Venedig 1211 die Kontrolle über Kreta. Im Zweiten Weltkrieg zerstörten deutsche Bombenangriffe große Teile Heraklions und beschädigten die venezianischen Stadtmauern zusätzlich.
Die erste Kirche Agios Titos stammt vermutlich aus dem Jahr 961 und wurde nach dem Erdbeben von 1856 wieder aufgebaut. Die Sammlung des Archäologischen Museums Heraklion reicht von der Jungsteinzeit bis in die römische Zeit.
Knossos und Heraklion
Knossos ist eine archäologische Stätte etwa 5 km südlich des Zentrums von Heraklion. Der Ort war von der Jungsteinzeit, die hier auf 7000 bis 3000 v. Chr. datiert wird, bis in die Spätantike ununterbrochen bewohnt. Die minoische Epoche ist nach dem mythischen König Minos benannt, der der Überlieferung nach in Knossos herrschte.
Der erste Palast von Knossos (um 1900 v. Chr.) wurde um 1700 v. Chr. zerstört, vermutlich durch ein Erdbeben. Die kretischen Paläste erlitten 1450 v. Chr. Zerstörungen, deren Ursache in der Forschung umstritten ist. Um die Mitte des 14. Jahrhunderts v. Chr. zerstörte ein Brand den Palast von Knossos erneut. Tafeln in Linear B aus dem 14. Jahrhundert v. Chr. sind die ältesten Zeugnisse geschriebenen Griechischs aus Knossos. Quintus Caecilius Metellus (Creticus) nahm Knossos während der römischen Eroberung von 69 bis 67 v. Chr. ein; Octavian siedelte dort später eine römische Kolonie an (um 36 v. Chr.).
Die Privattour zum Palast von Knossos und zum Museum Heraklion dauert 7 Stunden und 30 Minuten. Sie werden während der gesamten Tour von einem lizenzierten privaten Guide begleitet; außerdem sind Führungen durch den Palast und das Archäologische Museum Heraklion sowie ein Rundgang zu Sehenswürdigkeiten der Stadt enthalten.
Die Führung zum Palast von Knossos und zum Archäologischen Museum in Heraklion dauert 4 Stunden und 30 Minuten. Enthalten sind Führungen durch das Museum und den Palast, eine Führung durch das Weingut Boutari, ein Rundgang durch Weinberg und Weinkeller sowie eine Verkostung von fünf Weinen mit einem Amuse-Bouche.
Häufige Fragen
Wo auf Kreta liegt Heraklion?
Heraklion ist Kretas Hauptstadt und liegt in der Mitte der Nordküste der Insel.
Wie weit ist Knossos von Heraklion entfernt?
Die archäologische Stätte Knossos liegt etwa 5 km südlich des Zentrums von Heraklion.
Welchen Zeitraum deckt das Archäologische Museum Heraklion ab?
Seine Sammlung reicht von der Jungsteinzeit bis in die römische Zeit.
Was schmückt die Außenseiten der Festung Koules?
Marmorreliefs mit dem geflügelten Löwen von Venedig schmücken die Seiten im Nordosten, Westen und Süden.
Woher stammt der Name der minoischen Epoche?
Er geht auf den mythischen König Minos zurück, der der Überlieferung nach in Knossos herrschte.